Zusammenfassung
KI kann den kommunalpolitischen Alltag spürbar erleichtern: Sie hilft beim Verfassen von Texten, beim Verständnis komplexer Dokumente, in der Bürgerkommunikation und bei der Sitzungsvorbereitung. Gleichzeitig erfordert ihr Einsatz Verantwortung, kritische Prüfung und Datenschutzbewusstsein. Wie und für was wir die künstliche Intelligenz im kommunalpolitischen Alltag einsetzen können erfährst du in unserem Artikel.
Künstliche Intelligenz (KI) ist die am meisten diskutierte neue Technologie der letzten Jahre. Für die einen ist es ein technologischer Albtraum des digitalen Überwachungskapitalismus, für die anderen ein Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte, so wie das Rad, der Buchdruck oder das Internet. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen und ergibt sich vor allem daraus, wie wir Menschen mit ihr Umgehen und auf welcher Art und Weise wir sie nutzen.
So eröffnet KI auch in der kommunalpolitischen Arbeit neue Möglichkeiten, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, Kommunikation zu verbessern und komplexe Themen schneller zu erfassen. Für kommunale Mandatsträger*innen und politisch Engagierte kann sie damit zu einem Werkzeug im Alltag werden. Aber nur, wenn sie von diesen auch verantwortungsvoll eingesetzt wird.
Was KI eigentlich kann – und was nicht
KI-Systeme sind stochastische Papageien. Sie denken nicht, sie analysieren große Datenmengen und berechnen darin enthaltene sprachliche oder inhaltliche Muster. Anhand dieser können Anwendungen wie Text-KI Vorschläge für Formulierungen, Zusammenfassungen oder Strukturierungen von Text erzeugen. Dabei ist jedoch wichtig sich immer bewusst zu sein: Die KI versteht Inhalte nicht wie Menschen, sondern berechnet Wahrscheinlichkeiten, die sie als passende Antwort ausgibt. Deshalb und in Abhängigkeit von den verwendeten Trainingsdaten können deren Ergebnisse zwar überzeugend wirken, aber dennoch Fehler oder sogar Falschinformationen enthalten. Daher ist eine menschliche Prüfung immer notwendig. Vor allem, wenn es um Text geht, der veröffentlicht werden soll.
Konkrete Einsatzmöglichkeiten im kommunalpolitischen Alltag
Doch trotz dieser Einschränkung können KIs eine enorme Hilfe im kommunalpolitischen Alltag sein. Die größten Vorteile des Einsatzes besteht vor allem bei wiederkehrenden Aufgaben wie:
- Texte schneller erstellen: Entwürfe für Anfragen, Reden, Newsletter oder Social-Media-Beiträge formulieren lassen und anschließend politisch schärfen.
- Dokumente verstehen: Lange Vorlagen, Haushaltsunterlagen oder Gesetzesentwürfe zusammenfassen und Kernaussagen herausarbeiten.
- Bürgerkommunikation verbessern: Texte vereinfachen oder in leichte Sprache übertragen, um mehr Menschen zu erreichen.
- Sitzungen vorbereiten: Argumente strukturieren, Gegenpositionen simulieren oder Diskussionspunkte sammeln.
- Organisation erleichtern: E-Mail-Antworten, Gliederungen oder Projektideen schneller entwickeln.
Bei diesen Einsatzszenarien können auch kommunalpolitisch Engagierte von KI profitieren, da ihr Einsatz Zeit sparen, die inhaltliche Vorbereitung erleichtern und auch zu einer besseren Kommunikation mit den Zielgruppen (z.B.: Texte umformulieren in leichter und einfacher Sprache) führen kann.
Risiken kennen und souverän handeln
Um diese Vorteile aber richtig nutzen zu können, gibt es einige Herausforderungen die im Umgang mit ihnen zu beachten sind. So können KIs abhängig von ihrem Wissensstand, also von den Trainingsdaten, mit denen sie die Muster lernte, falsche Informationen erzeugen („Halluzinieren“), vorhandene Vorurteile übernehmen oder datenschutzrechtliche Probleme verursachen. Ein Dialog mit einer KI ist kein vertrauliches Gespräch, da die KI sich diese merkt und die Eingaben selbst zum weiteren lernen nutzt. Daher sind insbesondere personenbezogene Daten bei der Nutzung strikt zu meiden. Ebenfalls kritisch ist der Einsatz realistisch wirkender KI-Bilder oder Videos, die von den Menschen als Manipulierung der politischen Kommunikation wahrgenommen wird. Deshalb gilt: Keine sensiblen Daten eingeben, Ergebnisse immer gegenprüfen und KI-generierte Inhalte transparent machen.
Gute Praxis für Kommunen und Fraktionen
Aber keine Panik, wenn ihr euch an die folgenden einfachen Grundregeln haltet, seid ihr bei eurem Umgang mit KI auf der sicheren Seite:
- Inhalte kritisch prüfen und Quellen vergleichen
- personenbezogene Informationen anonymisieren
- für gleiche Aufgaben gemeinsame Prompt-Vorlagen im Team entwickeln
- KI als Assistenz nutzen – nicht als Entscheidungsinstanz
- für Veröffentlichungen illustrierende Bilder generieren statt KI-Personenbilder
Fazit: Mehr Zeit für politische Gestaltung
KI ersetzt keine politische Erfahrung, kein demokratisches Urteil und keinen Bürgerdialog. Richtig eingesetzt hilft sie jedoch, Routineaufgaben zu reduzieren und komplexe Informationen schneller zugänglich zu machen. Für die Kommunalpolitik bedeutet das vor allem eines: mehr Zeit für das Wesentliche – politische Gestaltung vor Ort und den direkten Austausch mit den Menschen.
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt. Grundlage der Informationen ist ein zweiteiliges Seminar vom 11.&25.02.2026: Kann die KI auch Politik generieren? Ein Workshop zum erfolgreichen und sicheren anwenden von KI im politischen Alltag, den wir in Zusammenarbeit mit dem Verein PolisiN (Politiker:innen sicher im Netz) durchgeführt haben.
Am Thema interessierte Mitglieder finden in unserem Online-Forum weitere Dokumente zum Thema und zum Workshop (Login Daten benötigt).

